Etwas Hintergrundmusik
Nachdem ich bereits alle alten Fotos in meinen Foto-Gallerien neu gescannt habe, beabsichtige ich in diesem Monat, sie nach und nach neu zu bearbeiten und in höherer Qualität ins Netz zu stellen.
Trotz aller Bedenken, nicht-eingehaltenen Terminen, chaotischer Organisation etc. bin ich der Überzeugung, daß sie es doch schaffen werden, die Olympiade 2004 in Athen zum guten Ende zu führen! Es gab große Zweifel bzgl. der Unterbringung der Besucher, doch laut Angaben der Griechischen Botschaft in Berlin sind bereits rund 17000 Zimmer im Großraum Athen reserviert worden. Darüber hinaus werden während der Spiele 11 Krezfahrtschiffe (darunter einige Superluxus-Liner) in Piräus vor Anker liegen. Deren rund 6500 Kabinen der 3- bis 5-Sterne-Kategorie werden zur Verfügung stehen. Für den Transport wird in erster Linie die Metro (U-Bahn) dienen, die vom neuen Flughafen etwa 35 Minuten bis zum Zentrum brauchen soll. Aber auch eine Ringstraße wird den Besuchern mit Auto-Transportmitteln erlauben, den chaotischen Innenstadt-Verkehr zu umfahren.
Der Kartenvorverkauf beginnt im Mai 2003 (s. auch die obige offizielle Website) und es werden ca. 5,3 Mio. Eintrittskarten für den Verkauf angeboten, wobei die Preise etwa 34% billiger als in Sydney sein werden. Freilich ... gnade Gott Sportlern und Besuchern, wenn es 2004 mal wieder einen der bekannten heißen August-Monaten mit den Hunderten von Hitze-Toten geben wird!
In diesem Komplex wird dann die Islamische-Kunst, bestehend aus rund 8000 Exponaten aus dreizehn Jahrhunderten, untergebracht. Hierzu gehören Keramiken, Metallarbeiten, Schmuckstücke, Kleider und Stoffe, Glaswaren, Waffen etc., die aus Ländern im östlichen Mittelmeer-Raum, Türkei, Persien, Syrien, Irak und Ägypten stammen. Etwa 1000 Exponate sind für die Ausstellung vorgesehen, während die restlichen dem Publikum durch Veröffentlichungen bekannt gemacht werden sollen.(s. Athens News)
Die Arbeiten machen gute Fortschritte und sollen bis zur Olympiade 2004 größtenteils abgeschlossen sein. Der Abschnitt nödlich der Akropolis (Dionysiou-Areopagitou-Straß) erfreut sich bereits großer Beliebtheit und in diesem Bereich wird entsteht auch das neue Akropolis-Museum mit über 10000 qm Ausstellungsräumen. Hierzu einige Modellfotos über die geplanten Arbeiten. Man erkennt, daß nicht nur antike Plätze, sondern auch modernere Stadtteile in diesen Plan einbezogen sind!
Diesmal will ich Euch einen Bericht über Athen aus fernen Zeiten anbieten: Die Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter, von Ferdinand Gregorovius (1821-1891), dessen Buch nun im Volltext online vorliegt! Im Werk wird der Zeitraum vom Kaiser Justinian bis zur türkischen Eroberung Kostantinopels beschrieben. Gregorovius gelang, trotz der damals erst beginnenden Altertumsforschung, einen wissenschaftlichen und gleichzeitig einen literarisch wertvollen Bericht zu liefern.
Ich fand im Web folgende Sites, die mir besonders gefielen bzw. viele interessante Informationen zur Thematik von meinem Newsletter enthielten:
Eine Reihe historischer (schwarz-weiß) Fotografien aus dem Ende des 19. bzw. dem Beginn des 20. Jahrhunderts, gesammelt von der Fakultät für klassische Archäologie der Uni. Erlangen.
Der Reiseführer von "Abenteuerreisen", zwar nicht sehr ausführlich, aber dennoch recht informativ und mit einer locker geschriebenen Stadtreportage, die aber durchaus ernst zu nehmen ist!
Und zur Abwechslung mal einen kurze Gegenüberstellung zum modernen Leben in Athen
Eine virtuelle Athen-Tour inkl. Umgebung begleitet mit Fotos und einigen hilfreichen Hinweisen.
Und zum Abschluß etwas fürs Auge: ein paar zuletzt im Web entdeckte Fotos.
Bis zur nächsten Ausgabe
Euer
Atheneus
(Constantin Spanoudakis)