Das Hochladen von qualitativ besseren Fotos in den einzelnen Webseiten geht weiter. Welche davon betroffen sind, sieht man am besten durch das Update-Datum oben rechts in jeder Seite.
Ich habe mich entschlossen, die in den vorigen Newslettern aufgenommenen Informationen, auch den Nicht-Abonnenten zur Verfügung zu stellen. Es sind doch teilweise zeitlose Hinweise! Die früheren Ausgaben wurden in ein Archiv gestellt und sind bei mehreren meiner Seiten ganz am Ende, wo auch die Abonnement-Anmeldung / -Kündigung steht, zu finden.
Hat zwar nicht direkt mit Athen zu tun, aber da es in meiner Impressum-Seite ("der Autor") aufgenommen wurde, erwähne ich es hier: Zusätzlich zu der sehr simplen Darstellung über "Suchstrategien im Internet", habe ich nun dort auch ein Seminar, das ich vor kurzem über Fachinformationssuche im Internet vorbereitet hatte, als PDF-Datei eingestellt.
In der National-Oper (Akadimias Str. 59-611, parallel zur Panepistimiou Str.) wird am 10., 15., 17. und 19. April jeweils um 19:00 Uhr das Ballett die schlafende Schönheit von P. Tschaikowski aufgeführt. Preise zwischen 20 und 40 €
Die Ausstellung des Jahres unter dem Thema Stier-Kult im Mittelmeer-Raum wird bis zum 7. Juni in Sonderräumen des Benaki-Museums (Ecke Vasilisis-Sofias-Ave. und Koumbari Str., am Nationalgarten gegenüber) thematisch gegliederte Exponate aus Museen des In- und Auslandes präsentieren.
Im Athenaeum (Internationales Kulturzentrum & Konservatorium, Adrianou Str. 3, Plaka) finden bis Mai eine Reihe von Konzerten statt. Es wird dort versucht, die Musik jüngerer Komponisten dem Publikum näher zu bringen:
1. April - Swinging Jazz mit Werken des 20. JahrhundertsSonntagskonzerte mit Volksmusik im Museum für Volksinstrumente (Diogenous Str. 1-3, nahe am Turm der Winde, Plaka, s. Newsletter 02/2003). Das Programm sieht vor:
6. April - Musik von der Insel Kalymnos
Mit 120 Projekten plant das Bau- und Umweltministerium bis zu den Olympischen Spielen 2004 ein Groß-Facelifting für Athen. Vorgesehen sind Interventionen an der Küste, Neugestaltungen an den Einfahrtsstraßen nach Athen und Piräus, die Zusammenlegung der archäologischen Stätten, die stärkere Hervorhebung des archäologischen Zentrums, Eingriffe in Piräus, Neugestaltung des Areals rund um die Olympia-Anlagen und neue Beleuchtung und Renovierung von Häuserfronten. Hinzu kommen insgesamt 1.500 Hektar neue Grünflächen: Mehr als 85 Millionen Pflanzen - heimische und klassische Bäume, Sträucher und Blumen, teilweise mit historischem und "olympischen" Charakter - sollen die Ränder der Marathon-Lauf-Strecke und der Zufahrtsstraßen, Gebiete in Schinias (der Strand der Marathon-Schlacht), Fluß- und Bachufer, die Umgebung des olympischen Dorfes, die Berghänge um und im Großraum Athen, archäologische Stätten, neue große Parks in Goudi und Elliniko sowie Plätze und Straßenränder schmücken. Minister Laliotis versicherte, daß für alle Projekte konkrete Zeitpläne vorliegen, so daß kein Zweifel darüber bestehe, daß alle Arbeiten rechtzeitig zu den olympischen Spiele abgeschlossen sein werden.
Für den hilfesuchenden, deutschsprachigen Tourist in Athen habe ich bereits in meinen Webseiten zwei wichtige Informationsquellen genannt: die deutschen Buchhandlungen und das Goethe-Institut. Ich will hier eine weitere Quelle nennen, die zwar offiziell nichts mit Tourismus zu tun hat, aber wo man mit Sicherheit auch nicht abgewiesen wird: das Deutsche Kontakt- u. Informationszentrum für deutsche und deutschsprachige Frauen in der Massalias Str. 24 (gleich neben dem Kulturzentrum, das sich hinter der Universität befindet), Tel. 021 36 12 288, Kontakt: Frau Vera Dimopoulos-Vosikis, Bürozeiten 10-13 Uhr. Das Zentrum ist Mitglied der Deutsch-Griechischen Gesellschaft e.V. und veranstaltet Seminare, Führungen, Vorträge etc. als Hilfen für multikulturelles Leben und Integration
Nachdem dieses Jahr die orthodoxe Osterwoche vom 20. bis zum 27. April fällt, werden Touristen in dieser Zeit Gelegenheit haben, etwas ganz besonderes zu erleben! Die Stimmung ist völlig anders als in anderen europäischen Ländern. Man spürt förmlich die Trauer der Passionszeit, Glocken läuten in Trauer-Rhythmus den ganzen Tag, die Kirchen sind abends gerammelt voll, die Athener verhalten sich auch anders. Jedenfalls ich rate jedem, der dort in dieser Zeit sein sollte, mal sich Zeit zu nehmen und abends in eine der unzähligen Athener Kirchen zu gehen und etwas von der Stimmung aufzunehmen. Keine Sorge, Sie brauchen nicht die ganze Messe dort zu bleiben (sie dauert immerhin paar Stunden!) Wenn Sie in der Nähe des Eingangs bleiben, können Sie jederzeit wieder raus. Aber bitte, tauchen Sie nicht mit der ganzen Foto-Ausrüstung auf!
Auf zwei besondere Tage muß ich in diesem Zusammenhang aufmerksam machen: den Karfreitag und die Ostern-Nacht. Am ersten findet am späten Abend von JEDER Kirche aus eine Prozession in ihrer Umgebung aus. Der vom Kreuz abgenommene Jesus wird auf seiner Bahre getragen und die Gläubigen folgen mit ihren brennenden Kerzen. Von einer Anhöhe aus (z.B. bei Plaka oder auf dem Lykabettos-Hügel) können Sie die Lichterketten durch ganz Athen beobachten, oder aber bei einer der Prozessionen teilnehmen! Und am Ostersamstag spät in der Nacht findet die Auferstehungsfeier, teils in der Kirche, teils auf einem Podest vor der Kirche. Der Höhepunkt ist der Ausruf des Priesters "Christus ist auferstanden" und die Verteilung des Lichtes von ihm an alle Gläubigen von Kerze zu Kerze. Das Licht wird &übrigens mit Sonderflug von der Kirche des Heiligen Grabes in Jerusalem geholt! Nach dem Ausruf wird meistens ein großes Feuerwerk veranstaltet und nach der Messe (oft auch schon nach dem Ausruf :-)) gehen die Gläubigen nach Hause, wo das große Ostern-Essen veranstaltet wird. Es ist immerhin das erste Mal nach der langen Fastenzeit, wo man wieder zulangen darf! Wenn Sie erfahren möchten, was alles das Oster-Menü einschließt, fragen Sie bei einem Restaurant, ob sie das anbieten.
Und hier noch eine Erwähnung von einem Osterbrauch, dem Osterei. Ostereier werden in Griechenland grundsätzlich rot gefärbt. Damit ist symbolisiert das Blut Jesu, das über die ganze Erde bei seiner Kreuzigung floß. Nach der Auferstehungsfeier werden die Ostereier aufeinander geschlagen, Spitze gegen Spitze, Hinterteil gegen Hinterteil, abwechselnd zwischen den Gläubigen. Dabei wird beim ersten Schlag gesagt "Christus ist auferstanden" und beim Gegenschlag dann geantwortet "Wahrhaftig, er ist auferstanden". Eines oder beide Eier gehen dabei ein und man hat einen Grund sie gleich zu verzehren :-) Die Eier werden übrigens am Donnerstag der Osterwoche gefärbt.
Tipp meinerseits: Für die Karfreitags-Prozession besuchen Sie eine der Kirchen in der oberen Plaka am Akropolis-Hang. Für das Auferstehungsfest gehen Sie zur Mitropolis-Kathedrale (Mitropoleos Str., nahe am Syntagma-Platz). Anschließend gehen Sie für das Ostermahl zum Hermeion Restaurant ein paar Schritte von der Mitropolis entfernt in der Passage an der Pandrosou Straße.
Ich fand diesen herrlichen Bericht mit dem Titel "Der ganz normale Athener Wahnsinn", dessen Tragik für den betroffenen, eine unglaubliche Komik für die Außenstehenden enthält! Ich möchte zum Bericht hinzufügen, daß die beschriebenen Vorgänge etwas völlig normales und alltägliches in Athen darstellen. Und es ist noch zu sagen, daß keine wahrer Athener ohne diese Art leben könnte! Das ist freilich eine kühne Behauptung von mir :-)
Ich fand im Web folgende Sites, die mir besonders gefielen bzw. viele interessante Informationen zur Thematik von meinem Newsletter enthielten:
Zwar kein athen-spezifischer Beitrag, aber wenn man davon ausgeht, daß die meisten davon in Athen leben und wirken ... :-) Jedenfalls ein lesenswerter Bericht mit vielen ausführlichen Hinweisen, wenn Sie mal griechische Literatur auf deutsch lesen möchten!
Und da wir bereits über die Osterzeit geredet haben, biete ich Ihnen mit diesem Link einige akustische Kostproben. Der Link ist aus der Website des Erzbistums Athen und unter "Holy week hymns" sind Osterzeit-Gesänge zu hören. Und zum damit der nicht-orthodoxe auch etwas Verständnis für ihre Besonderheiten gewinnt, hier noch ein Artikel über orthodoxe Kirchenmusik und Litourgie.
Und da wir gerade dabei waren, Hörproben uns anzuhören, will ich hier auf eine besondere Musikrichtung hinweisen, die Rembetika. Diese Musik kam nach Athen aus den griechischen Städten an der Küste Kleinasiens zusammen mit den Millionen von Flüchtlingen nach dem verlorenen (wahnsinnigen) Krieg gegen die Türkei in den 20er Jahren. Mehrfach als subversiv verboten drücken sie jedoch unverfälscht zumindest einen Teil der griechischen Seele aus! Für die Hörproben wird RealPlayer benötigt.
Ein sehr ausführlicher Artikel über die Entwicklung des politischen Systems und der Athener Verfassung in der Zeit zwischen den persischen Kriegen und die Niederlage gegen Makedonien.
Im vorigen Newsletter hatte ich einen Link über Fotos aus dem alten Athen um den Übergang 19./20. Jahrhundert. Da ich im Internet einige weitere Fotos zum Thema fand, will ich nun etwas von den Anfängen des modernen Athen präsentieren:
Bis zur nächsten Ausgabe
Euer
Atheneus
(Constantin Spanoudakis)