Virtueller Rundgang in Athen Teil 5
Rund um Monastiraki
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"Der Monastiraki-Platz"
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Wir starten auch dieses Mal vom Syntagma Platz aus und gehen die
Mitropoleos Str. hinunter (sie beginnt an der Ecke, wo die Post ist und verläuft
parallel zur bereits bekannten Ermou Str.). Du wirst auch hier eine Anhäufung
von Läden desselben Gewerbes, diesmal Pelzwaren, aber auch Lederwaren finden. Der
untere Teil der Strasse ist dem Textil-Handwerk vorbehalten. Unterwegs wird
Dir auf der linken Seite eine kleine Kirche, die Agia Dynamis (Heilige Kraft),
auffallen, die unterhalb einem modernen Gebaude zwischen Stützpfeilern
eingezwängt ist. Das Gebäude ist das Ministerium fur Erziehung und Kultus und
die Kirche hat eine besondere Geschichte aus der Zeit der Revolution, weshalb
sie auch nicht abgerissen wurde. Sie war während der türkischen Besatzungszeit
Munitionsfabrik, wo für die türkischen Truppen produziert wurde.
Der griechische Munitions-Meister schaffte es aber, auch Munition fur die
Revolutions-Kämpfer herzustellen und sie in Abfallsäcken nachts hinauszuschmugeln.
Einige Schritte weiter kommen wir an die Mitropolis,
die Kathedrale Athens, wo alle offiziellen Ereignisse
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"Mitropolis, die athener Kathedrale"
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(Einsetzungen vom Parlament, Bischoffs-Weihen etc.) kirchlich gefeiert werden. Über die Kirche selbst
streiten sich die Gelehrten, ob sie die hässlichste Kirche Athens sei oder nicht.
Jedenfalls sie wurde gebaut aus dem Bauschutt von rund 70 früheren
Basilika-Kirchen, die im vorigen Jahrhundert abgerissen wurden, und allein schon
deshalb historiebeladen! Wenn Dir aber eine echte byzantinische Kirche lieber
ist, dann wirst Du durch die "kleine" Mitropolis (direkt neben der "grossen"),
ein Kirchlein aus dem 12./13. Jahrhundert, für dessen Bau ebenfalls Bauschutt
verwendet wurde, diesmal aber aus der klassischen griechischen Zeit, reichlich belohnt werden!
Den Hang Nichts verkommen zu lassen hatten offensichtlich auch die griechischen Vorfahren. Deren
Nachfahren setzen ja auch heute noch dieselben gelben russischen Trolley-Busse
aus den 50er Jahren! Es sind allerdings auch modernere Busse mittlerweile zu sehen! Allein
schon der kommenden Olympiade wegen!
INTERMEZZO:Ich möchte nicht aufdringlich sein, aber die Gegend um Mitropolis bietet viele Gelegenheiten zum Rast-machen! So z.B
- beim Café "Metropol" direkt auf dem Mitropolis-Platz
- beim Café auf der Ecke gegenüber.
Und wenn ich Dir einen Tip geben darf: Verlange nach Eis-Parfait, wenn Du mal Appetit auf Eis hast.
Es ist um Grössenordnungen besser als normales Eis!
Auf dem Mitropolis Vorplatz wirst Du die Gelegenheit haben, gestrickte
und geknüpfte Tisch-Decken einzukaufen, die Dir vor die Augen einige Frauen
dort ausbreiten. Ich weiß nicht, ob sie wirklich "handmade" sind, aber mit Sicherheit kannst Du den
Preis um mindestens die Hälfte runterhandeln, falls Du daran interessiert sind!
Von diesem Platz aus kannst Du nun entweder zum Alt-Viertel
Athens, die Plaka, in Richtung Akropolis gehen, oder aber die von diesem Platz aus
beginnende Pandrosou Str. (parallel zur Mitropoleos Str.) in Richtung
Monastiraki Platz hinunter gehen.
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"Pandrosou Strasse"
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Die Pandrosou Str. ist das Gebiet der
Andenken-Läden mit einigen Schmuck-, Lederwaren- und Bekleidungs-Geschäften dazwischen.
Bei Schmuck lehrt die Erfahrung, dass Du hartnäckig
handeln solltest, auch dann wenn der Verkäfer Dir gleich sagt, Du bekämest die Ware
zu einem günstigeren Preis!
Aber meine gemütlichen Athener, die am Vorabend bis 2.00 in der Frühe Ausgang hatten, denken nicht daran
irgendwelche frühe Geschäfts-Zeiten einzuhalten, und so ist in der ganzen
Gegend vor 10.00 Uhr kaum etwas los! Ich empfehle Dir deshalb (wenn Du brav
mitteleuropäisch um 8.00 Uhr schon unterwegs bist), die Zwischenzeit zu nutzen und zunächst mal die Mitropoleos
Str. bis zum Monastiraki Platz weiterzugehen, dort nach rechts wieder in die
Ermou Str. und diese einfach weiter hinunter gehen bis Du an das ummauerte
Gebiet des Kerameikos, des antiken athener Friedhofs (s. nächste Seite) hinter der damaligen Stadt-Mauer, gelangst.
Du wirst dabei linke Hand entlang der Grenze des Flohmarktes gehen und so Gelegenheit haben,
da und dort mal in einen Antiquitäten-Laden einen Blick zu werfen. Rechte Seite auf Deinem Weg befindet sich das beliebte
Psyrri-Viertel
mit vielen Tavernen und Lokalen.
Du mußt allerdings dort mit höheren Preisen und knappen Plätzen rechnen. Dieses Viertel wird sehr gerne
von der Athener Schickeria besucht.
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"Technopolis bei Gazi"
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Es lohnt sich in jedem Fall dort etwas umher zu gehen und das neue Gesicht von Psyrri (oder Psirri)
nach den umfassenden Renovierungs-Arbeiten kennen zu lernen. Ebenfalls sehr interessant ist ein Besuch der Technopolis,
wo Du direkt ankommst, wenn Du die Ermou Strasse am Kerameikos vorbei einfach weitergehst.
Es handelt sich dabei um das ehemalige Stadviertel "Gazi", wo die Fabrikation von Erdgas
für die Stadt-Versorgung erfolgte. Die Anlagen wurden renoviert und zu einem Kultur-Zentrum
mit Büro- und Ausstellungsräumen umgestaltet. Die Gas-Fabrik nahm den Betrieb 1862 auf und wurde 1984 geschlossen.
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