Virtueller Rundgang in Athen |
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| "Foto folgt" |
In jedem Fall empfehle ich Dir einen möglichst kleinen Wagen zu mieten! Wenn Du dann später ihn irgendwo parken willst, wirst Du erkennen warum :-) Und bitte sei nicht so zimperlich, wenn der angebotene Wagen eine ausgeleierte Kupplung oder abgenutzte Sitze hat. Wichtig sind die Bremsen! Ich will aber auch ein paar Hinweise für diejenigen geben, die nicht ein Mietauto haben wollen. Selbstverständlich kann man zur Küste auch mit dem Bus fahren! Folgende Linien können dazu benutzt werden:
INTERMEZZO:Busse in Richtung Sounion, an der Küste entlang :
- nach Faliron Nr. 126. Start an der Sina Strasse neben der Akademie und Haltestelle gegenüber dem Nationalgarten.
- nach Glyfada Nr. A2 und B2. Start auf der Panepistimiou Str. vor der Universität. Für die Linie A2 gibt es ebenfalls Haltestelle gegenüber dem Nationalgarten.
Von Glyfada aus gibt es Verbindungsbusse (Nr.114, 115 und 116) nach Vouliagmeni, Voula, Varkiza.
- nach Voula Nr. 122 mit Haltestelle gegenüber dem Nationalgarten.
- nach Sounion vom Klafthmonos Platz oder der Filellinon Str. Diese Busse verkehren stündlich.
Es gibt auch einige weitere Linien zu den Küsten-Vororten, aber sie fahren nicht die Küsten-Strecke. Ich habe sie deshalb weggelassen.
Und jetzt geht es los! Wie gesagt, wir fahren die Syngrou Avenue geradeaus bis zu ihrem Ende. Dort ordnen wir uns links ein und schon sind wir an der Küste von Faliron. Aber halt!
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| "Küste bei Faliro" |
Auf der Weiter-Fahrt kommen wir an die Vororte Kalamaki und Alimos vorbei (hier befindet sich auch der Alliierten-Friedhof der Gefallenen im 2. Weltkrieg), danach an Glyfada
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| "Foto folgt" |
Unser nächster Stop ist Vouliagmeni, ebenfalls mit schönen Stränden, aber weitaus wegen dem gleichnamigen See bekannt. Der Name bedeutet "die Eingesunkene" und kommt davon her, daß in prähistorischen Zeiten an dieser Stelle der Berg einstürzte und der gebildete Krater sich nach und nach mit Wasser füllte und den See bildete. Das besondere dabei ist, dass sein Wasser-Spiegel tiefer als der Meeres-Spiegel ist und dennoch kein Meeres- Wasser hinein fliesst sondern umgekehrt! Der See wird von Mineral-Quellen gespeist und es hat sich dort ein Heilbad-Betrieb entwickelt. Ich empfehle einen kleinen Besuch zu machen:
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| "Poseidon-Tempel bei Sounion" |
Die folgenden Vororte Kavouri, Varkiza, Agia Marina, Lagonisi usw. sind allesamt als Badeorte bekannt und beliebt. In Varkiza gibt es entlang der Haupt-Strasse und direkt am Strand Unmengen von Restaurants, Cafés und Shops, so dass es einen direkt zum Pause-Machen einlädt. Im kleinen Fischer-Hafen dort kann man in der frühen Morgen-Stunde auch frischen Fisch-Fang direkt an den Booten kaufen. Ein kleiner Hinweis nun: Gerade in Varkiza zweigt eine Neben-Strasse ab, die ins Landes-Innere in Richtung Vari führt. Nicht dass Vari etwas besonders Schönes ist, aber dort befinden sich einige bekannte Spezialitäten-Restaurants, die sehr gute Spiess-Gerichte anbieten. Zu erkennen an den Jungs, die davor in Evzonen-Tracht stehen und pfeifend und gestikulierend die vorbeifahrenden einladen :-) Selbst wenn Du eine Abneigung für Innereien hast, empfehle ich Dir eine kleine Portion "Kokorétsi" dort zu bestellen!
Aber nun machen wir uns auf den letzten Teil der Strecke nach Sounion. Wir kommen vorbei an Anavissos und etwa 5-6 km danach erblicken wir auf der anderen Seite der Bucht oben auf der Anhöhe die Säulen des Poseidon Tempels.INTERMEZZO:Geschichtliches zum Poseidon Tempel.
Das Heiligtum bildete schon seit der Antike einen wichtigen Kontrollpunkt für den Schiffs-Verkehr innerhalb des saronischen Golfes, so dass ihm neben der religiösen auch die Bedeutung eines Grenzpostens zukommt. Aufgrund seiner strategischen Lage ist der Tempelbezirk schon früh, etwa zur Zeit des Peloponnesischen Krieges ab 431 v. Chr., zu einer Befestigungs-Anlage ausgebaut worden, wovon heute noch die Reste der Mauern, der Turm- und Toranlagen, sowie westlich des Kaps gelegene Liegeplätze der Wacht-Schiffe und eine zerstörte Hafen-Anlage zeugen. Zu hellenistischer Zeit (3. Jh. v.Chr:) wurden wahrscheinlich die meisten dieser militärischen Anlagen erweitert, da sich im Tempel-Bereich eine Siedlung anlagerte, deren Fundamente im Nord-Osten des Kaps noch erkennbar sind.
"Poseidon-Tempel Rekonstruktion"
Im 6. Jh. v.Chr. wurde auf Sounion ein erster Stein-Tempel aus Poros bzw. Tuffstein errichtet, der jedoch 480 v.Chr. nach dem Einfall der Perser zerstört wurde. Die Ruinen, die wir heute an gleicher Stelle betrachten können, stammen von dem Poseidon-Tempel, der zwischen 444 und 440 v.Chr. erbaut wurde; also zeitgleich mit dem Parthenon von Athen.
Der Tempel selbst ist ein dorischer Peripteros mit 6 x 13 Säulen von etwa 6m Höhe. Die Besonderheit der Säulen ist das verwendete Material, nämlich Marmor aus dem nahen Agrileza. Er enthält fast keine Eisen-Bestandteile, wodurch die gelbbräunliche Oxidation ausbleibt und die Säulen ihr schönes Weiss behalten. Die starke Abgegriffenheit der Säulen beruht auf der gröberen Konsistenz des Marmors, der nicht so fein ist wie etwa pentelischer Marmor.
Der eigentliche Reiz von Kap Sounion entsteht jedoch erst durch die Harmonie von der malerischen Landschaft mit dem kunstvollen Bauwerk, was von den Touristen oft als Postkarten-Idylle bezeichnet wird und auch schon vor hundert Jahren Lord Byron (1788-1824), dem englischen Romantiker und Dichter, faszinierte. Er wollte sich in dem Heiligtum verewigen und ritzte daher seinen Namen in eine der Säulen. Seinem Beispiel folgten in den folgenden zwei Jahrhunderten Tausende von Besuchern und das Bauwerk wurde regelrecht entwürdigt und verunstaltet!
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| "Geschmacklosigkeit!" |
Doch, um nochmals auf die Harmonie von Landschaft und Tempel zurück zu kommen, muss ich leider noch erwähnen, dass sich meine Landsleute selbst manchmal Dinge in Bezug auf ihre Landschaft erlauben, die einem die Haare zu Berge stehen lassen! Im Foto kannst Du ein solches Beispiel von Landschafts-Verschandelung sehen, das leider durchaus keine Seltenheit ist! Auf der anderen Seite muss ich aber auch der Gerechtigkeit halber erwähnen, dass es auch Gegenbeispiele gibt. In unmittelbarer Nähe von Sounion ist eine weitere Hotel-Anlage direkt an der Küsten-Strecke so optimal aufgebaut, dass man sie kaum entdeckt!
Und nach dem Besuch des Tempels hast Du nun die Möglichkeit, entweder hier auf den berühmten Sonnen-Untergang zu warten (Boshafte sagen, er sei so oft zu sehen, wie die Mitternachts-Sonne am Nordkap!) oder aber den warmen Spät- Nachmittag am Strand zu verbringen und auf der Rückfahrt Dich von den köstlichen Fisch-Spezialitäten in einer Fisch-Taverne überzeugen zu lassen!
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